Beitragsrückerstattung bei Betreuungseinschränkungen durch Fachkräftemangel

Kreiselternvertretung Stormarn fordert kreisweite Beitragsrückerstattung für Betreuungsausfälle in Kitas

Pressemitteilung der Kreiselternvertretung Stormarn:

Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Kreis Stormarn nicht mehr gegeben - Kreiselternvertretung Stormarn fordert kreisweite Beitragsrückerstattung für Betreuungsausfälle in Kitas

Bad Oldesloe, 01.06.2022

Im Jugendhilfeausschuss des Kreises Stormarn vom 30. Mai 2022 hat die Kreiselternvertretung (KEV) Stormarn die seit Monaten andauernden Betreuungsausfälle in Kindertageseinrichtungen auf Grundlage einer eigenständig initiierten Umfrage[i] unter Stormarner KiTa-Elternvertreter*innen zur Entwicklung der Betreuungseinschränkungen erneut zum Thema gemacht.

Möglichkeit hierzu ergab sich u. a. durch den einstimmig zusätzlich auf die Tagesordnung gesetzten Tagesordnungspunkt „Offener Brief (der KEV Stormarn)[ii]“.

Maria Ahrends, Co-Vorsitzende der KEV Stormarn: „Wir haben versucht, deutlich zu machen, dass Betreuungseinschränkungen - salopp gesagt - nicht nur Auswirkungen auf die Freizeitgestaltung der Eltern haben, sondern dass diese einen „bunten Strauß“ an persönlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen nach sich ziehen.“

Genannt wurden zum einen wirtschaftliche Konsequenzen wie Kinderarmut und Altersarmut v. a. bei Frauen – die Kompensation fehlender Betreuungszeit geht überwiegend mit Verkürzung der Arbeitszeit der Mütter einher. Folge hiervon sind nicht nur akute Einkommenseinbußen und später Renteneinbußen, auch das moderne Frauenbild in der Berufswelt wird um Jahre zurückgeworfen. Hinzu kommt, dass der Ukraine-Konflikt bereits massive Auswirkungen auf allgemeine Lebenshaltungskosten zeigt.

Zum anderen verschärft sich das Bild von Bildungsarmut durch Ausfall von pädagogisch wertvoller Betreuungszeit – ein Umstand, der sich bereits deutlich während Pandemie-bedingter Betreuungsausfälle zeigte.

„Wir sehen ganz klar, dass es sich bei den Betreuungsausfällen überwiegend nicht mehr um coronabedingte Ausfälle handelt, sondern dass diese durch den vorherrschenden und durch Abwanderung und Ruhestand zunehmenden Fachkräftemangel hervorgerufen werden. Einer Entlastung von Fachpersonal stehen wir grundsätzlich sehr positiv gegenüber – zwei Entlastungstage für eine Fachkraft bedeuten bei der aktuellen Fachkräftesituation aber auch zusätzliche Belastung für die übrigen Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen, da keine zusätzlichen Fachkräfte am Arbeitsmarkt verfügbar sind, die diese „Lücke“ kompensieren können – also droht zusätzlicher Betreuungsausfall! Aufgrund der langen Ausbildungszeit der Fachkräfte wird der Fachkräftemangel Jahre der Kompensation benötigen. Die alte und teilweise neue Landesregierung hat leider versäumt, entsprechende Fachkräfteoffensiven vorab und begleitend zu Erhöhungen des Fachkraft-Kind-Schlüssels zu initiieren. Die Kreise und Kommunen blieben ebenfalls überwiegend wirkungslos - ein Ende des Elends ist kaum absehbar“, konstatiert Marco Heidorn, ebenfalls Co-Vorsitzender der KEV Stormarn.

Die anwesenden Entscheidungsträger*innen im Jugendhilfeausschuss zeigten sich aufgeschlossen gegenüber der Forderung der KEV Stormarn nach kreisweiter Beitragsrückerstattung aufgrund von Fachkräftemangel und werden diese nach Aussage des Ausschuss-Vorsitzenden Frank Lauterbach „intensiv in den Fraktionen beraten“. Vorab bestünde jedoch noch Klärungsbedarf, inwieweit das im offenen Brief beispielhaft benannte Kieler Erstattungsmodell tatsächlich für einen Landkreis anwendbar wäre. Diesbezüglich werde wohl zusätzlich der Landkreistag beratend hinzugezogen.

Die KEV Stormarn betont, dass die Wiederherstellung einer bedarfsgerechten Betreuung und frühkindlichen Bildung für KiTa-Kinder oberste Priorität und Vorrang vor einer möglichen Beitragsrückerstattung hat. Da dies aktuell flächendeckend unmöglich erscheint, sollte zumindest der daraus resultierende Schaden für die Familien so gering wie möglich gehalten werden.

Der nächste Jugendhilfeausschuss tagt laut Kreistagssitzungskalender erst im Oktober. Es wird jedoch sofort eine Lösung benötigt, um Eltern, Träger und Kommunen zu entlasten. Sollte sich eine Lösung auf Kreisebene tatsächlich erst für Herbst oder später ergeben, bliebe den Eltern nichts anderes übrig, als direkt mit den Trägern in Verhandlungen zu treten. Nach Aussage des zuständigen Ministeriums ist der jeweilige Einrichtungsträger primärer Ansprechpartner, welcher gegenüber den anspruchsberechtigten Eltern einen privatrechtlichen Vertrag zu erfüllen hätte. Darüber hinaus stünden den Eltern zusätzlich rechtliche Schritte in Bezug auf das bestehende Vertragsverhältnis offen. Der generelle Anspruch auf bedarfsgerechte Förderung des Kindes richtet sich allerdings gegen den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe.

Die Einrichtungsträger sind verpflichtet, Betreuungsausfälle an den zuständigen Fachdienst 22 (Fachbereich 2) der Kreisverwaltung zu melden, jedoch empfiehlt es sich dringend für jede betroffene Familie, ebenfalls eine Meldung der Betreuungseinschränkung und des bestehenden tatsächlichen Betreuungsbedarfs vorzunehmen. Auf der Homepage der Kreiselternvertretung finden sich hierzu entsprechende Informationen und Mustervorlagen[iii].

Pressemitteilung zur kreisweiten Beitragsrückerstattung für Betreuungsausfälle in Kitas

19. Mai 2022

 

Pressemitteilung der Kreiselternvertretung Stormarn:

Kreiselternvertretung Stormarn fordert kreisweite Beitragsrückerstattung für Betreuungsausfälle in Kitas

Bad Oldesloe, 19.05.2022

Anlässlich andauernder Betreuungsausfälle in Kindertageseinrichtungen auf Grund von Fachkräftemangel wendet sich die Kreiselternvertretung (KEV) Stormarn an politische Entscheidungsträger*innen des Kreises Stormarn und bittet um Beitragsrückerstattung für nicht geleistete Betreuungszeit.

„Der Mangel an Fachkräften und den damit verbundenen Kürzungen der Betreuungszeiten in den Kindertagesstätten haben ein erschreckendes Maß erreicht. Die Belastungen sind immens. Die fehlende Betreuungszeit muss kompensiert werden, in der Regel durch Verkürzung der Arbeitszeit, was zu finanziellen Verlusten in den Familien führt. Trotz Verminderung der Betreuungszeit bleiben die Elternbeiträge unberührt und die Eltern müssen den vollen Beitrag zahlen. Einen Anspruch auf Erstattung haben die Eltern nicht, da sich die Träger mit ihren Satzungen bzw. Betreuungsverträgen davor schützen. Somit kommt es zu einer doppelten Belastung für die Familien.“ argumentiert Maria Ahrends, Co-Vorsitzende der Kreiselternvertretung.

„Wir brauchen vertretbare Erstattungsmodelle, die sowohl für Familien als auch Einrichtungen und Träger funktionieren. Die Stadt Kiel bietet hierfür ein brauchbares Konzept an, welches auch für den Kreis Stormarn denkbar wäre.“ meint Marco Heidorn, ebenfalls Co-Vorsitzender der Kreiselternvertretung. „Wenn eine Beitragsrückerstattung durch Einrichtungsträger und Kommunen nicht leistbar ist, dann möge doch bitte der Kreis einspringen und die Elternbeiträge für ausgefallene Betreuungszeiten erstatten. Immerhin ist dieser auch für die Bedarfsdeckung verantwortlich und kommt seiner Aufgabe aktuell nur unzureichend nach.“

Steigende Energiepreise verschlechtern die finanzielle Situation der Familien, zusätzliche Entlastungstage für die Fachkräfte werden den Fachkräftemangel verschärfen.

Die Pandemie hat aufgezeigt, wie verheerend sich das Fachkräfte-Defizit darstellt – Betreuungseinbußen sind nach wie vor regelmäßig an der Tagesordnung.

„Nach zwei Jahren Kitabetrieb unter Pandemie-Bedingungen, Einführung eines reformierten KiTa-Gesetzes mit prognostiziertem Fachkräftemangel und zahlreichen Streiktagen benötigen Familien dringend Stabilität und Entlastung.“ meint Maria Ahrends und appelliert an die kita-politischen Entscheidungsträger*innen, schnell familienfreundliche Lösungen zu anzubieten.

Offener Brief der KEV Stormarn an kita-politische Entscheidungsträger*innen vom 14.3.2022 zum Download: https://www.kita-eltern-sh.de/fileadmin/KEV/Stormarn/user_upload/20220314_KEV_Stormarn_Offener_Brief_Kreis_Stormarn_Betreuungskostenrueckerstattung.pdf

 

 

Offener Brief an kreis-politische Entscheidungsträger*innen

14. Mai 2022

Sehr geehrter Herr Lauterbach, 

sehr geehrte Mitglieder im Jugendhilfeausschuss, 

sehr geehrte Fraktionsvorsitzende, 

 

der Fachkräftemangel in sozialen Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten ist in ganz Schleswig-Holstein eklatant. Das im Jugendhilfeausschuss vom 28.02.2022 vorgestellte Schreiben an Dr. Heiner Garg ist Ausdruck dessen und spiegelt die Hilflosigkeit der Einrichtungen und Träger wider, eine pädagogisch wertvolle frühkindliche Bildung unserer Kinder zu gewährleisten. 

Seit Jahren wirkt sich dieser Fachkräftemangel massiv auf die Betreuungssituation, vor allem ab Herbst jeden Jahres, aus. Regelmäßige Fachkräfteausfälle bedingen eine massive Überlastung der noch vor Ort tätigen Fachkräfte. Diese kommen an ihre persönlichen Grenzen, genauso wie die Eltern - kurzfristig kommuniziert, stellen diese Betreuungsausfälle alle Beteiligten vor enorme organisatorische und ggf. auch finanzielle Herausforderungen. 

Die Ausbildung der Kitafachkräfte, seien es Erzieher*innen, sozialpädagogische Assistent*innen oder Heilpädagog*innen, nimmt mehrere Jahre in Anspruch. Eine Erleichterung der Arbeitssituation ist somit erst langfristig absehbar und nur, wenn ausreichende Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Berufsbilds (wie auch immer diese aussehen werden) erfolgen. 

In diesem Zeitabschnitt der „Attraktivitätssteigerung“ ist somit mit einer weiteren Verschärfung der Fachkräftesituation zu rechnen – sei es durch Abwanderung in andere Berufszweige, Zwangspausen (z. B. Burnout) oder der wohlverdiente Ruhestand, in den die Mitarbeitenden gehen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Beruf der Kita-Fachkraft Frauen-dominiert ist, darf nicht vernachlässigt werden, dass ein hoher Anteil von jungen Fachkräften ggf. auch durch Schwangerschaft und Elternzeit mittelfristig ersetzt werden muss. 

Auf zunehmenden Druck von Einrichtungen, Trägern, Gewerkschaften aber auch Eltern(vertretungen) wird das Thema Fachkräftemangel mittlerweile auch in der Landesverwaltung bzw. Landespolitik beraten – eine kurzfristige Verbesserung ist jedoch nicht absehbar – die Betreuungsausfälle sind massiv.  

Somit ist für die Eltern die Belastungsgrenze nicht nur erreicht, sondern sogar überschritten - sowohl organisatorisch als auch finanziell.  

Mittlerweile erhält die Kreiselternvertretung Stormarn zahlreiche Anfragen von betroffenen Eltern, die um Informationen bitten, wie Elternbeiträge für ausgefallene Betreuungszeiten erstattungsfähig sind. 

In der Regel haben die Träger in ihren Betreuungsverträgen bzw. (bei kommunalen Trägern) in den Satzungen eine Klausel implementiert, die bei außerordentlichen Schließungen (wie z. B. Krankheit) keine Beitragsrückerstattung vorsehen. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es in den meisten Einrichtungen so, dass der Stellenplan nicht vollbesetzt werden kann und somit Betreuungsausfälle bei krankheitsbedingtem Fachpersonal vorprogrammiert sind. Insofern kann nicht mehr von "außerordentlich", sondern von "voraussichtlich" gesprochen werden. Dies bildet viel Diskussions- und Eskalationsgrundlage vor Ort in den Einrichtungen. 

Die Stadt Kiel hat für den Fall von Betreuungseinschränkungen aufgrund von Personalmangel / Erkrankung des Personals / der Tagespflegeperson eine flächendeckende Regelung zur Gebührenerstattung getroffen.  

„(...) 

  1. Betreuungseinschränkungen aufgrund von Personalmangel / Erkrankung des Personals / der Tagespflegeperson: 
    Wenn Betreuungseinrichtungen / Tagespflegestellen bzw. Gruppen aufgrund von Personalmangel oder aufgrund von Erkrankung des Personals schließen müssen, können Sie als Eltern eine Gebührenerstattung bekommen, wenn Ihr Kind nicht oder nur eingeschränkt in der KiTa oder der Tagespflegestelle betreut wurde. Bitte dokumentieren Sie die Ausfallzeiten im laufenden Kitajahr bzw. Schuljahr. Dies gilt auch, wenn Kindertagespflegepersonen die Betreuung nicht oder nur teilweise aufrechterhalten können. 
     
  2. Erlass von Verpflegungskosten:
    Darüber hinaus können Sie auch einen Erlass der Verpflegungskosten beantragen, wenn ein Kind an mehr als 20 aufeinanderfolgenden Tagen nicht am Essen teilnimmt. Den dafür erforderlichen Antrag erhalten Sie in Ihrer Betreuungseinrichtung und bei Ihrer Tagespflegeperson. 

    Wenn Sie einen Antrag auf eine Gebührenerstattung stellen möchten, erhalten Sie das dafür notwendige Formular in Ihrer Einrichtung oder bei Ihrer Kindertagespflegeperson. Auf diesem Antragsformular müssen Sie alle Ausfallzeiten dokumentieren und nach Ende des Kindergarten- bzw. Schuljahres von Ihrer Einrichtungsleitung / Tagespflegeperson bestätigen lassen. Wenn das erfolgt ist, senden Sie bitte den ausgefüllten Antrag direkt an Ihre Sachbearbeiterin bzw. Ihren Sachbearbeiter in der Kita-Gebührenberechnung. 

    Wir haben dieses Verfahren gewählt, um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten. Daher wird die Erstattung nicht monatlich, sondern einmalig für den gesamten Zeitraum nach Ende des Kita- bzw. Schuljahres erfolgen können. 

(...)“ (Entsprechende Dokumente hierzu befinden sich im Anhang dieser E-Mail.)

Diese Regelungen ersetzen nicht die fehlende frühkindliche Bildung und die sozialen Kontakte, die für die Kinder so wichtig sind, jedoch schafft diese Regelung zumindest eine finanzielle Entlastung der Eltern, die in Anbetracht der aktuellen gesellschaftlichen Gesamtsituation dringend geboten ist. 

Wir möchten Sie als Entscheidungsträger*innen bitten, eine solche Gebührenerstattung gemäß dem bereits etablierten Verfahren in Kiel auf Kreisebene in Stormarn zur Entlastung der Träger, Einrichtungen und Eltern zu prüfen, zu beraten und umzusetzen. 

 

Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

 

Wir danken Ihnen für Ihr Engagement und verbleiben 

Freundliche Grüße

Maria Ahrends & Marco Heidorn

Offener Brief zum Download 

 

Personalmangel und Schließung von Gruppen

Ansprechpartner beim Fachdienst 22 - Familie und Schule

Seit geraumer Zeit lesen und hören wir als KEV immer wieder, dass es Probleme mit der Personalausstattung in den Kitas gibt. Darum kommt es immer häufiger zu Schließungen von Betreuungsgruppen, weshalb Eltern vor der schwierigen Situation stehen, dass Ihre Kinder nicht betreut werden und sie selber Probleme haben Ihren Verpflichtungen gegenüber Ihren Arbeitgebern nachzukommen.

Grundsätzlich sollte man immer versuchen, eine Lösung mit den Trägern der Einrichtungen und der Standortgemeinde zu finden. Was viele jedoch nicht wissen, kann vor Ort keine Lösung gefunden werden und befindet man sich daher in einer akuten Notlage, ist der Fachdienst 22 - Familie und Schule des Kreis Stormarn Ansprechpartner, denn die Aufgabe für eine bedarfsgerechte Versorgung mit Betreuungsplätze zu sorgen, obliegt dem Kreis.

Generell sollten ALLE Eltern von Schließungen betroffener Kinder dies IMMER der zuständigen Abteilung der Kreisverwaltung anzeigen. Nur so kann dort das Ausmaß der Probleme und gegebenenfalls auch eine lokale Konzentration festgestellt und gezielt gegengesteuert werden.

 


 

Der Ansprechpartner beim Fachdienst 22 - Familie und Schule für den Zuständigkeitsbereich der Kindertageseinrichtungen

Fachdienstleitung:
Stefan Dzyk

Gebäude DRaum D 203 
Tel: 0 45 31 - 160 13 80 
Fax: 0 45 31 - 160 77 13 80
E-Mail: s.dzyk@kreis-stormarn.de

Abteilung Bedarfsplanung:
Björn Dührkoop

Gebäude DRaum D 213 
Tel: 0 45 31 - 160 1826 
Fax: 0 45 31 - 160 77 1826
E-Mail: b.duehrkoop@kreis-stormarn.de

 


 

Die Ansprechpartner beim Fachdienst 22 - Familie und Schule sind für den Zuständigkeitsbereich der Kindertagespflege


Ahrensburg, Ammersbek, Amt Bargteheide-Land, Amt Trittau, Bad Oldesloe, Bargteheide, Barsbüttel, Glinde, Großhansdorf, Oststeinbek, Trittau:

Christian Restin
Gebäude DRaum D 201
Tel: 0 45 31 / 160 - 1290
Fax: 0 45 31 / 160 - 77 1290
E-Mail: c.restin@kreis-stormarn.de


Amt Bad Oldesloe-Land, Amt Nordstormarn, Reinbek, Reinfeld, Tangstedt:

Jan Bichels
Gebäude DRaum D 202
Tel: 0 45 31 / 160 - 1445
Fax: 0 45 31 / 160 - 77 1445
E-Mail: j.bichels@kreis-stormarn.de
 


 

Für die Mitteilung von Gruppenschließungen und ggf. die Aufforderung zum Nachweis einer geeigneten Betreuung in einer akuten Notlage haben wir Euch ein entsprechendes Formular vorbereitet, dass Ihr nutzen könnt.

Das Dokument stellen wir euch zum Download zur Verfügung.

(Bei Verwendung von Acrobat Reader kann das Dokument direkt ausgefüllt werden.)

Der im KitaG genannte „Personalschlüssel 2,0“ (§ 26 KiTaG) ist, vereinfacht gesagt, die Regelung, dass jede Regelgruppe pro Tag durchgehend von 2 Fachkräften betreut werden muss. Dabei werden allerdings nicht die tatsächlich anwesenden Kinder berücksichtigt, sondern die für die Gruppe gemeldeten Kinder.

Diese Regelung soll für unsere Kinder eine qualitativ gute Betreuung garantieren und die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte der Kita verbessern.

Durch Fachkräftemangel und Erkrankungen von Fachkräften ergeben sich für die Kitas große Herausforderungen bei der Umsetzung.
 

Was passiert, wenn nicht genug Fachkräfte in der Kita vorhanden sind?

Das KitaG ist ein Fördergesetz. Das heißt, die im Gesetz genannten Bestimmungen müssen erfüllt werden, damit die Kita bzw. der Träger der Kita Fördermittel (Gelder) zur Finanzierung der Kita erhält. Diese Gelder werden vom Land an die jeweilige Standortgemeinde ausgezahlt, die wiederum das Geld an die Einrichtung weiterleitet.

Wenn die Vorschriften nicht eingehalten werden, kann das Land Schleswig-Holstein die Fördermittel kürzen oder streichen, was dazu führt, dass u. U. die Kosten für den Kitabetrieb nicht mehr gedeckt sind.

Weitere Regelungen, wie zum Beispiel, dass eine Kita geschlossen werden muss, wenn die Voraussetzungen für die Fördermittel nicht erfüllt sind, sind nicht im KitaG genannt.
 

Warum werden die Kita oder die Gruppe meines Kindes geschlossen?

Keine Kindertageseinrichtung bzw. keine Gruppe der Kita muss automatisch schließen, wenn sich z.B. eine Fachkraft krankmeldet und deshalb zeitweise der Betreuungsschlüssel nicht eingehalten werden kann.

Die Kitaleitung bzw. der Träger der Kita muss aber gewährleisten, dass aus Sicherheitsgründen eine Mindestanzahl von Fachkräften vor Ort ist und die Aufsichtspflicht über die Kinder weiterhin gewahrt bleibt. Sollte dies nicht der Fall sein, muss die zuständige Aufsichtsbehörde informiert und die Kita bzw. die betroffene Gruppe ggf. vorübergehend geschlossen werden (Diese Regelung stammt aus dem Sozialgesetzbuch und galt schon vor dem KitaG).

Um der teilweise schwierigen Personalsituation gerecht zu werden, wurden im KitaG Ausnahmen genannt, damit die Fördermittel weiterhin gezahlt werden können:

  1. Ausnahme bei einer kurzfristigen Unterschreitung des Betreuungsschlüssels
    Für jede Gruppe der Kita gilt, dass der Betreuungsschlüssel von 2 Fachkräften pro Gruppe im Jahr für 15 % der Öffnungstage unterschritten werden darf, ohne dass es zu finanziellen Konsequenzen kommt. Bei z. B. 200 Öffnungstagen pro Jahr entspricht dies 30 Tagen, an denen die Kinder im Notfall mit weniger als 2 Fachkräften pro Gruppe betreut werden dürfen. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, bei Kitas mit mehreren Gruppen, die Fachkräfte so einzusetzen, dass sich die Unterschreitung gleichmäßiger verteilt und somit keine Gruppe von mehr als 15 % betroffen ist.
     
  2. Ausnahme bei einer längerfristigen Unterschreitung des Betreuungsschlüssels
    Bei langfristigem Fachkräftemangel (wenn z. B. nicht ausreichend Personal vor Ort zur Verfügung steht), besteht die Möglichkeit für die Kita-Einrichtung, eine Ausnahmegenehmigung für Elementar- und Hortgruppen beim Kreis zu beantragen. Diese Ausnahmegenehmigung beinhaltet, dass ein Personaleinsatz von 1,5 Fachkräften anstatt 2 Fachkräften ausreichend für die Betreuung ist (diese Fachkräfteregelung entspricht derer vor Inkrafttreten des Kindertagesförderungsgesetztes). Voraussetzung ist, dass die Kita sich weiterhin bemüht, die offenen Stellen zu besetzen.


Betreuung in der sogenannten Randzeit

Neben den Regelgruppen zu den gängigen Kernzeiten (z. B. 8 - 16 Uhr) kann die Kita auch „Ergänzungs- und Randzeitengruppen“ (z. B. 7 - 8 Uhr oder 16 - 17 Uhr) einrichten. Hier werden Kinder individuell gefördert und die reguläre Gruppenzugehörigkeit ist aufgehoben. Für diese Gruppen gelten die gleichen (Förder-)Regeln wie für die „normalen“ Gruppen.

Bei einem Fachkräftemangel kann die Kita die Randzeitgruppen nutzen, um den Personalschlüssel nicht zu unterschreiten.

Stellt die Kita bzw. der Träger fest, dass zu bestimmten Uhrzeiten deutlich weniger Kinder in den Stammgruppen der Kita betreut werden als geplant, kann der Träger in Absprache mit der Gemeinde beim Kreis beantragen, dass für diese Kinder eine (gruppenübergreifende) Randzeitengruppe gebildet wird. So kann das Personal für mehrere Gruppen eingespart werden.

Bei dauerhaftem Personalmangel kann die Ausnahmegenehmigung für einen Personalschlüssel von 1,5 Fachkräften auch nur für die Randzeiten beantragt werden.

Die Kita kann neben den Randzeitgruppen auch „flexible Randzeitenangebote“ einrichten. Hier wird es der Kita ermöglicht, Kinder individuell zu fördern. Der Umfang ist auf 5 Wochenstunden begrenzt und soll helfen, kurzfristig auf einen veränderten Betreuungsbedarf der Eltern zu reagieren. Eine Genehmigung durch den Kreis ist hierfür nicht notwendig.

Für je 10 Kinder muss eine Fachkraft anwesend sein, wobei Kinder unter 3 doppelt und Kinder unter neun Monaten vierfach zählen. Die Fachkräfteanzahl wird also an die tatsächliche Kinderanzahl angepasst.

Sind weniger als 10 Kinder anwesend genügt altersunabhängig eine Fachkraft zur Betreuung der Kinder. Es muss lediglich eine weitere Betreuungskraft (ohne vorgeschriebene Qualifikation) in der Einrichtung anwesend sein.

Geschwisterermäßigung KiTa

24. Mai 2022

Die Kreiselternvertretung hat lange dafür gekämpft, dass auch Schulkinder in der OGS bei der Geschwisterermäßigung anerkannt werden. Der Kreis Stormarn hat nach langen Diskussionen zugestimmt, die Ungerechtigkeit bei der Geschwisterermäßigung zu beheben und eine entsprechende Verordnung erlassen, die die OGS-Kinder den Hortkindern gleichermaßen berücksichtigt. Wie auch im Hort und in den Kindertagesstätten ist dem Kreis eine qualitative Betreuung und Förderung der Kinder wichtig. Daher wurde in der Fachplanungsgruppe entschieden, dass es auch für die OGS einen Mindeststandard in der Kinderbetreuung geben muss. 

Diese Mindestanforderung an die Kommunen sieht vor, dass pro Gruppe bis zu 22 Kinder mit einem Fachkräfteschlüssel von 1,0 betreut werden bzw. 1,5 bei „sonstigen Kräften“. Dies ist annähernd vergleichbar mit den Anforderungen an Kita und Hort. 

Seit Anfang Juni mehren sich die Rückmeldungen von Eltern aus einzelnen Kommunen, dass Ihnen die Berücksichtigung der Geschwisterkinder in Hort- und OGS verweigert wird. Der Grund dafür ist, dass die jeweilige OGS der Kommune die Mindestanforderungen nicht erfüllt und entweder zu große Schülergruppen oder zu wenige Fachkräfte hat. 

Das Problem liegt hier nicht an dem von Kreis vorgegeben Mindeststandard bei der Fürsorge und Betreuung unserer Kinder, sondern an der Fehlplanung und Fehlentwicklung in den jeweiligen Kommunen. Dort wurde in der Vergangenheit zu wenig in die Hort- und OGS-Betreuung investiert und „günstigere Nichtfachkräfte“ für große Gruppen eingestellt bzw. wurde nicht ausreichend versucht, offene Stellen nachzubesetzen. 

Der anhaltende Fachkräftemangel und die Nachwirkungen der Pandemie machen diese Versäumnisse nun deutlich.  

Betroffene Eltern sollten sich unbedingt an Ihre Kommune wenden (ggf. auch mit Hilfe der Elternvertreter der OGS) und dort die Problematik deutlich machen. 

13. Mai 2022

Der Kreistag hat mit einer Änderung der „Satzung des Kreis Stormarns für eine Sozialstaffel“ beschlossen, Hort und offene Ganztagsschulen (OGS) im Rahmen der Geschwisterermäßigung gleichzustellen.
Die Berücksichtigung der OGS für die Sozialstaffel erfolgt ab dem 01.08.2022.
Die Kommunen begrüßen dies ausdrücklich. In der „Fachplanungsgruppe II“ wurden die Regelungen einvernehmlich entwickelt und finden sich nun in § 6 Absatz 2 der geänderten Satzung wieder.

Was bedeutet das für uns Eltern?

Ab dem 01.08.2022 erstreckt sich die Möglichkeit der Beitragsermäßigung ab dem 2. Kind nicht nur auf Geschwisterkinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, sondern auch auf Offene Ganztagsschulen.

Voraussetzungen für die Berücksichtigung der schulpflichtigen Kinder, die in der OGS betreut werden sind: 

  • mindestens 10 Stunden OGS-Förderung an 5 Tagen pro Woche,
  • die OGS bietet eine Mittagsverpflegung an,
  • ein Betreuungsangebot für die Hälfte der Ferienzeit und
  • ein Fachkräfteschlüssel von 1,0 und ein Kräfteschlüssel von mind. 1,5 für max. 22 Kinder muss eingehalten werden.

 
Hier findet Ihr den Beschluss im Überblick.

19. Dezember 2020

+++ Elternmitwirkung lohnt und zahlt sich aus! +++

In der letzten Kreistagssitzung dieses Jahres stimmten die Kreistagsabgeordneten des

Kreis Stormarn einstimmig der Wiedereinführung der Geschwisterermäßigung von 70 Prozent für das erste Geschwisterkind zu.

Die Mehrbelastungen vieler Familien mit Geschwisterkindern, seit der Absenkung im August dieses Jahres, werden somit rückgängig macht.

Bei aller Freude über diesen Beschluss, können wir nicht umhin festzustellen, dass die

Kreiselternvertretung Stormarn (KEV) von Anfang an darauf hingewiesen hat, dass eine Absenkung der Ermäßigung sowohl der Geschwisterermäßigung als auch der Sozialstaffelleistungen für Familien mit geringen Einkommen nicht vorschnell und ohne Not hätte vorgenommen werden sollen. Dadurch hätten sowohl die langwierige Debatte, das Hin und Her für die Familien als auch zusätzlicher Aufwand in der Verwaltung vermieden werden können.

Auch wenn der jetzige Beschluss ein positives Signal ist, bleibt die Situation für zahlreiche Familien im Kreis angespannt. So sind gerade die Familien mit geringem Einkommen im Kreisgebiet häufig finanziell weiterhin schlechter gestellt als vor Beginn des Kindergartenjahres. Dazu kommt, dass die heute beschlossenen Änderungen zwar rückwirkend zum 1. August gelten, die Familien aber, aller Voraussicht nach, erst später im neuen Jahr mit entsprechenden Rückerstattungen rechnen werden können. Grund hierfür ist der Umstand, dass die Kreisverwaltung bis heute im Rückstand bei der Bearbeitung der Ermäßigungsanträge ist. Wie bereits berichtet (kev.link/JETZT_HANDELN), haben mindestens die Hälfte aller Antragsteller, auch nach teilweise mehr als sechs Monaten, keine Bescheide erhalten und zahlen somit häufig für alle Kinder der Familie die vollen Elternbeiträge. Dies wird auch aus den Zwischenergebnissen einer aktuellen Umfrage der KEV (kev.link/UMFRAGE_SOZIALSTAFFEL) nochmals deutlich. So geben inzwischen fast ein Drittel der teilnehmenden Familien an, dass sie das Fehlen der Ermäßigung vor enorme finanzielle Herausforderungen stellt. Hier besteht aus Sicht der Kreiselternvertretung Stormarn dringender Handlungsbedarf. Insbesondere, da gegen zahlungsunfähige Familien bereits Mahn- und Inkassoverfahren eingeleitet wurden und aktuell sowohl von freien als auch kommunalen Trägern angekündigt wird, dass die bisher gestundeten Beiträge oder die einseitig gewährten Ermäßigungen zurückgefordert werden, sollten die Familien bis Ende dieses Jahres die entsprechenden Bewilligungsbescheide nicht vorlegen können.

Wir bleiben also auch weiter für Euch dran!

Diese und weitere Informationen findet ihr auch auf unserer Website.

Für Fragen oder Unterstützung wendet Euch bitte an die Kreiselternvertretung Stormarn und schickt uns eine E-Mail an:

kev-stormarn@kita-eltern-sh.de

Wir versuchen dann Euch nach Kräften zu helfen. Bleibt bitte gesund und stark!

28. Oktober 2020

Vor nunmehr einem Monat (!) fand die letzte Sitzung des Jugendhilfeausschuss des Kreis Stormarn statt. Dort berichteten der Leiter des Fachbereiches Jugend, Schule und Kultur, Wilhelm Hegermann und der Leiter des Fachdienstes Familie und Schule (bit.ly/Familie_Schule), Stefan Dzyk, über den Bearbeitungsstand der Anträge zur Sozialstaffel und Geschwisterermäßigung.

So waren bis zu diesem Datum nach seiner Auskunft ca. 3.800 Anträge bei der Kreisverwaltung eingegangen, davon waren 2.253 ins Fachprogramm eingepflegt und ca. 1.200 Anträge beschieden.

Bereits Anfang August hatte die Kreisverwaltung die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Antragsteller von einer Bearbeitungszeit von nicht unter sechs Wochen ausgehen müssten.

bit.ly/Rückststau_Antragsbearbeitung

Da die Antragsteller zu diesem Zeitpunkt keinerlei Rückmeldung weder zum Bearbeitungsstand noch zum Eingang ihrer Anträge erhielten und so häufig Schwierigkeiten hatten, ihren Trägern gegenüber wenigstens die Beantragung nachzuweisen, hatten wir uns dafür eingesetzt, dass die Verwaltung diese Praxis ändert. Seit dem 20. August werden nun Eingangsbestätigungen verschickt.

bit.ly/Regelung_Ermäßigungen

Uns erreichen seither jedoch weiterhin unzählige Anfragen zur Antragstellung und dem Bearbeitungsstand, sowie viele Hinweise auf irritierende Rückmeldungen aus der Kreisverwaltung. Beispielhaft möchten wir hier nur auf die (nicht korrekten) automatisch versendeten Abwesenheitsnotizen bei Kontaktaufnahme per E-Mail oder aber die nach wie vor schlechte telefonische Erreichbarkeit bei Nachfragen verweisen.

Häufig stehen die Antragsteller auf Grund der sehr langen Bearbeitungszeiten, von inzwischen teilweise mehr als 3 Monaten (!), vor schwerwiegenden finanziellen Problemen.

Auch wenn die Kreisverwaltung die Träger im Kreisgebiet zumindest schriftlich um Unterstützung und Rücksichtnahme gebeten hat, werden uns immer häufiger Fälle bekannt bei denen den Familien die vollen, also nicht ermäßigten, Elternbeiträge abverlangt oder gar abgebucht werden. In jüngster Zeit erfahren wir auch von ersten Fällen, in denen Träger Mahnungen verschicken oder gar Inkassounternehmen einschalten!

Aus Elternsicht ist es absolut nicht hinnehmbar, dass anspruchsberechtigte Familien die zum Teil gravierenden Folgen einer Entwicklung auszubaden haben, an der sie selbst keine Schuld tragen!

Wir hatten die Kreisverwaltung bereits am 29. September gebeten, die Öffentlichkeit über den Sachstand die Möglichkeiten der Antragsteller die Bearbeitung ihrer Anträge zu erleichtern und damit zu beschleunigen, zu informieren. Leider wurde diese Möglichkeit, trotz mehrfacher Nachfrage unsererseits, bisher nicht genutzt.

Wir haben weiterhin Verständnis für die schwierige Situation der Mitarbeiter*innen bei der Bewältigung der Antragsflut. Jedoch fordern wie die Kreisverwaltung nochmals auf, alle nur erdenklichen Anstrengungen zu unternehmen, um die Bearbeitungszeit der Anträge nun endlich deutlich zu senken.

Die Träger und Kommunen möchten wir eindringlich bitten, wo dies nicht ohnehin schon gelebte Praxis ist, mit den Betroffenen gemeinsam nach Lösungen zu suchen, welche für alle Seiten akzeptabel sind. Dazu gehört vor allen Dingen die Unterstützung bei der Antragstellung (wo nötig) und das Zurückstellen von Mahnverfahren und Inkassomaßnahmen.

Solltet ihr Fragen oder Probleme bei der Antragstellung, mit eurem Träger, der Kreisverwaltung oder eurem Amt oder Kommune haben, meldet euch bei uns.

Wir melden uns dann bei euch und werden euch unterstützen, wo wir können.

Eure Kreiselternvertretung Stormarn

28. September 2020

Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Stormarn tagte am 28.09.2020 im Kreistagssitzungssaal.

Unter anderem wurden auf Wunsch der KEV Stormarn Musterberechnungen zur Sozialstaffel seitens der Kreisverwaltung vorgestellt und durch uns in Form eines Dossiers "Berechnungen Sozialstaffel zur Umsetzung des Kita-Reform-Gesetzes 2020" ergänzt. 

Die Kernaussage der KEV Stormarn zum oben genannten Sachverhalt lautet hierbei:

"Bei Rückführung auf die bis zum 31.07.2020 gültigen Sozialstaffel- und Geschwisterermäßigungs-Leistungen wird sich für den Kreis Stormarn in diesem Bereich dennoch eine Reduzierung der bisher dafür aufgewendeten Mittel von mindestens 75% ergeben."

Um diese Kernaussage zu untermauern, haben wir im Rahmen unserer Möglichkeiten Daten erhoben, zusammengefasst und ausgewertet. Zusätzlich stellen wir für weitere Musterberechnungen ein entsprechendes Berechnungstool unter folgendem Link zur Verfügung:

bit.ly/TOOL_SOZIALSTAFFEL_KEV

Wir tun viel, um den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses die Konsequenzen ihrer Entscheidungen, in diesem Fall bezüglich der Änderung der Sozialstaffelsatzung, deutlich zu machen.

Unterstützt uns dabei, indem ihr regelmäßig die Sitzungen des Jugenhilfeausschusses besucht und eure Erfahrungen bezüglich beschlossener Maßnahmen schildert. 

Wir sind für Euch da.

Eure KEV Stormarn

20. August 2020

Auf Grund der Vielzahl der Erst- und Folgeanträge auf Ermäßigung der Kitabeiträge, die derzeit beim Fachdienst Familie und Schule (bit.ly/Familie_Schule) des Kreis Stormarn eingehen, kommt es zu einem Rückstau in der Bearbeitung von bis zu zwei Monaten. Der Kreis Stormarn hatte darauf in seiner Mitteilung vom 7. August 2020 (bit.ly/Rückststau_Antragsbearbeitung) hingewiesen und die Eltern gebeten, nach Möglichkeit erst dann die Anträge zu stellen, wenn alle zur Antragstellung benötigten Unterlagen vorliegen. Darüber hinaus wurde eine verlängerte Antragsfrist, abweichend von der in der entsprechenden Satzung genannten, bis Ende Oktober eingeräumt.

Bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Mitarbeiter*innen bei der Bewältigung der Antragsflut, sahen wir als Kreiselternvertretung (KEV) Stormarn diese Praxis als problematisch, da sie eine Rechtsunsicherheit mit der Möglichkeit des Verlustes berechtigter Ansprüche darstellte. Insbesondere, da die Kreisverwaltung die Erstellung von Eingangsbestätigungen zu den Anträgen zunächst rundweg ablehnte.

Es freut uns, dass die Kreisverwaltung unserer Forderung nach schriftlicher Bestätigung des Antragseingangs nun nachkommt. Somit wird es den Anspruchsberechtigten zumindest möglich auf die Träger zu zugehen, um mit diesen eine Regelung zur Aussetzung oder Stundung der Elternbeiträge bis zum vorliegen des entsprechenden Bescheides zu vereinbaren.

Aus unserer Praxis wissen wir von Familien, deren Träger die vollen Elternbeiträge, ohne Berücksichtigung eventueller Ermäßigungsansprüche, entweder in Rechnung stellen oder sogar ohne Ankündigung einfach eingezogen haben.

Ein Beispiel aus Hamberge wurde kürzlich in den Lübecker Nachrichten Stormarn berichtet: bit.ly/Kitabeiträge_falsch

Solltet Ihr anspruchsberechtigt sein, möchten wir Euch empfehlen, falls dies nicht schon geschehen ist, schnellstmöglich Kontakt mit Eurem Träger aufzunehmen. Informiert Ihn über die Situation und besprecht ein für Euch akzeptables Vorgehen.

AUF KEINEN FALL SOLLEN DIE VERZÖGERUNG BEI DER BEARBEITUNG ZU LASTEN DER ANSPRUCHSBERECHTIGTEN GEHEN. Die Eltern und Familien haben die Gründe dafür nicht zu verantworten!

Falls ihr noch keine aktuellen Gebührenbescheide ab 1. August 2020 erhalten habt, bittet Euren Träger darum und verweist darauf, dass ohne diesen ein Antrag auf Ermäßigung nicht bearbeitet werden kann. Besorgt alle nötigen Unterlagen für den Antrag und versendet die Unterlagen dann komplett an die Kreisverwaltung. Dies beschleunigt die Bearbeitung.

Bitte beachtet, dass die Kulanz für die verspätete Abgabe der ERSTANTRÄGE drei Monate beträgt. Somit müssen diese bis spätestens 31. Oktober 2020 gestellt worden sein. Bei Folgeanträgen gilt die Dreimonatsfrist bereits durch die Satzung.

Solltet ihr Probleme bei der Antragstellung oder mit Eurem Träger haben, meldet Euch bei uns.

Eure Kreiselternvertretung Stormarn

Antragsdokument Sozialstaffel - Kreis Stormarn

Antragsdokument Geschwisterermäßigung - Kreis Stormarn

07. August 2020

Als Kreiselternvertretung Stormarn haben wir Verständnis dafür, dass es in der derzeitigen Situation zu Verzögerungen bei der Abarbeitung der Anträge kommen kann.

Allerdings ist die Situation für viele Betroffene und Anspruchsberechtigte aus unserer Sicht deutlich schwieriger.

So hat sich zum Einen das Antragsverfahren für die Sozialstaffel komplett geändert. Anderseits müssen zur Beantragung Unterlagen beigebracht werden, welche den Anspruchsberechtigten teilweise noch gar nicht vorliegen konnten. So zum Beispiel die Gebührenbescheide der Träger.

Selbst auf konkrete Nachfrage wurde vielen Betroffenen von den Trägern mitgeteilt, dass diese erst noch erstellt werden müssten. Durch die Überschneidung des Inkrafttretens der neuen Sozialstaffel und Geschwisterermäßigung am 1. August mit allen damit verbundenen Änderungen und dem, auf Grund des Bearbeitungsstaus beim Kreis Stormarn, Nichtvorliegen entsprechender Kostenübernahmebescheide kam es in zahlreichen Fällen bereits zur Abbuchung der nicht ermäßigten Elternbeiträge bzw. wurden die Betroffenen aufgefordert, die nicht ermäßigten Beiträge zu zahlen.

Da aus Sicht des Kreises diese Entwicklung bereits spätestens ab dem 19. Juni diesen Jahres abzusehen gewesen ist, hätten wir als Kreiselternvertretung Stormarn uns deutlich früher Gespräche zu diesem Thema mit den Trägern im Kreis gewünscht. Auch die Kommunikation und vor allem der Zeitpunkt wann diese erfolgte lässt einiges zu Wünschen übrig!

Zwar schreibt der Kreis Stormarn auf seiner eigens zum Thema eingerichteten Webseite

sohub.io/socz,

dass auf Grund "der dreimonatigen Kulanz bei Erstanträgen" "ein verspäteter Antragseingang unerheblich" sei, jedoch möchten wir darauf hinweisen, dass dies zur Wahrung der Ansprüche der Betroffenen juristisch in keinem Fall ausreichend sein dürfte. Daher können wir allen Betroffenen und potentiell Anspruchsberechtigten nur dringend empfehlen, sämtliche Anträge auf Sozialstaffel- bzw. Geschwisterermäßigungen so früh wie möglich zu stellen, allerdings Erstanträge in jedem Fall bis spätestens zum Ablauf des Monats, in dem die Betreuung des Kindes VERTRAGLICH beginnt und Folgeanträge bis spätestens zum Ablauf des dritten Monats nach Ende des vorherigen Bewilligungszeitraums.

Anspruchsberechtigte sollen sich auch nicht davon abhalten lassen, Anträge zu stellen, weil Ihnen die Gebührenbescheide der Träger zur Antragstellung noch nicht vorliegen. Gleichzeitig sollten es Antragsteller nicht versäumen, den Träger der Tageseinrichtung oder die Tagespflegeperson über die Antragstellung zu informieren und um eine Aussetzung der Zahlung bis zum Bescheid durch den Kreis Stormarn bitten.

Bei weiteren Fragen steht Euch Eure Kreiselternvertretung Stormarn gerne zur Seite. Weitere Infos zum Thema findet Ihr auf unserer Seite.

Gerne schickt uns auch eine Nachricht an

kev-stormarn@kita-eltern-sh.de

KiTa - Verpflegung

"Wie wichtig ist Stormarner Eltern eine gesunde Erährung in der KiTa?"
Umfrage unter Stormarner KiTa-Eltern

Liebe Stormarner KiTa-Eltern,

im Jugendhilfeausschuss vom 28. Februar wurde eingehend die Thematik einer gesunden & regionalen Ernährung -  vorgestellt durch Julia Sievers (Agrarkoordindation - Forum für internationale Agrarpolitik e.V.) - diskutiert. Wichtig war hierbei die Frage, warum ein Ernährungssystemwandel notwendig und v. a. politische Aufgabe ist. Die zugehörige Präsentation findet ihr hier. Wer mehr erfahren möchte, kann sich auch gern das Gutachten "Politik für eine nachhaltigere Ernährung" herunterladen.

Um das Thema weiter auf Kreisebene anzuschieben und mit Entscheidungsträger*innen zu diskutieren möchten wir gern eure Meinung dazu einholen: "Wie wichtig ist Stormarner Eltern eine gesunde Erährung in der KiTa?" - An unserer Umfrage haben sehr viele Stormarner Elternvertreter*innen teilgenommen. Vielen Dank für euer Engagement.

Die Ergebnisse stellen wir euch hier bereit.

DGE-Qualitätsstandards
Website der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
Online-Dialog „Gutes Essen für Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein"
Eine sehr informative und interessante Veranstaltung!

Der Online-Dialog „Gutes Essen für Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein - Was kann die zukünftige Landesregierung tun?" fand am Donnerstag, 5.5.2022 von 17-19 Uhr statt.

Aus der Einladung:

"Aktuell zwingen uns die Corona-Pandemie und der Angriffskrieg Putins auf die Ukraine, unsere Erzeugung und Versorgung mit Lebensmitteln neu zu überdenken. Gleichzeitig steht unser Ernährungssystem vor weiteren enormen Herausforderrungen im Hinblick auf den Gesundheits-, Tier-, Umwelt- und Klimaschutz sowie im Hinblick auf faire Preise und Menschenrechte in Nahrungsmittellieferketten. 
 
Ein Hebel, diesen Herausforderungen zu begegnen, ist die nachhaltige Verpflegung in öffentlich finanzierten Einrichtungen. Allein die großen konsumierten Mengen in Kitas und Schulen, könnten – richtig ausgewählt - den Klima- und Umweltschutz immens voranbringen. Eine gesundheitsförderliche und umweltverträgliche Ernährung ist darüber hinaus auch Teil des staatlichen Bildungsauftrags. Kinder und Jugendliche sollten die Chance bekommen, in Kitas und Schulen nachhaltige Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln.
 
Nicht allein die Kommunen, auch die Landespolitik kann Weichen für eine Gemeinschaftsverpflegung stellen, die erhöhten Standards für den Tier-, Klima- und Ressourcenschutz ebenso gerecht wird wie den Anforderungen für die Gesundheitsprävention und für faire Bedingungen in den Nahrungsmittel-Lieferketten. Wie kann die Landespolitik diesen notwendigen Wandel hin zu einem nachhaltigen Ernährungssystem spürbar voranbringen? Darüber möchten wir diskutieren!
 
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Projektes Gutes Essen macht Schule, mit dem wir u.a. Politiker*innen und Träger von Kitas und Schulen dazu anregen und dabei unterstützen, sich für eine nachhaltige Kita- und Schulverpflegung einzusetzen.

Weitere Informationen zum Projekt Gutes Essen macht Schule

Moderation: Dr. Anke Butscher

So sah die Tagesordnung aus:

17 Uhr       
Begrüßung und Einführung: Politik für eine nachhaltige Ernährung - Erwartungen an die Landesregierung
Julia Sievers, Agrar Koordination
Dr. Ina Walenda, Naturfreunde Schleswig-Holstein
Antje Edler, Eine Welt im Blick/BEI

17 Uhr 15        
Welche Handlungsoptionen für die Förderung einer nachhaltigen Ernährung in öffentlich finanzierten Einrichtungen gibt es auf landespolitischer Ebene?         
André Siedenberg, Jurist und Experte für nachhaltige Beschaffung

17 Uhr 40       
Nachhaltige Ernährung in öffentlichen Einrichtungen – wie gelingt das in Dänemark?
Interview mit Line Rise Nielsen, Food Policy Director, Copenhagen Food System Centre (in englischer Sprache)

18 Uhr         
Kurz-Input: Wie gelingt nachhaltiges Catering in der Praxis?
Kai Vormstein, Piratenkombüse (Caterer aus Lübeck) (angefragt)
 
18 Uhr 10
Podiumsdiskussion: Wie kann eine nachhaltige Ernährung in Kitas und Schulen auf landespolitischer Ebene vorangebracht werden?

Eka von Kalben, Bündnis 90/Die Grünen
Anette Röttger, CDU
Sandra Redmann, SPD
Sibylla Nitsch, SSW
Dennys Bornhöft, FDP   

zur Original-E-Mail: https://t779f7a95.emailsys1a.net/mailing/57/5196333/10385905/761/a4e3325907/index.html

Corona

Informationen für Kindertageseinrichtungen und zur Kita-Betreuung

im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie

"Aufgrund der guten infektionsepidemiologischen Lage befinden sich nun alle schleswig-holsteinischen Kitas wie geplant seit dem 29. Juni im sogenannten Regelbetrieb. Dies bedeutet, dass u.a. Beschränkungen zu den Gruppengrößen wie auch eine strikte Trennung der Kita-Gruppen und des Personals entfallen sind und alle Kinder wieder ihre Kita besuchen können.

Gleichwohl werden die Kitas und alle Beteiligten auch in nächster Zeit noch mit zahlreichen Herausforderungen zu tun haben, denn die Pandemie ist leider weiterhin zugegen. Es bleibt deshalb auch in nächster Zeit sehr wichtig, im Kita-Alltag hohe Hygiene- und Schutzstandards zu beachten.

Wie bereits in den vergangenen Monaten wird das Landesjugendamt auch weiterhin die Kitas, Kommunen und Eltern umfassend über weitere Entwicklungen informieren. Ziel ist es dabei, im guten Austausch und in gemeinsamer Verantwortung weitere Schritte in Richtung Normalität gehen zu können."

​​​​​​​„Sicher durch den Herbst und Winter“: Corona- Schutzmaßnahmen in KiTas

Welche aktuellen Auflagen und Empfehlungen für KiTas gibt es?

Wie sieht die aktuelle Quarantäne-Anordnung aus?

Wie lange muss mein Kind symptomfrei zu Hause bleiben?


Familien mit KiTa-Kindern werden all diese Frage noch einige Zeit lang begleiten.

Damit ihr nicht den Überblick verliert, stellen wir euch die aktuellsten Informationen immer auf unserer Homepage bereit.
 

Schützen wir weiterhin unsere Kinder!

Bauen wir einen Schutzkokon um sie herum!

Offene KiTas- aber sicher!

 

mehr erfahren

Aktuelle Meldungen

+++ Sozialministerin Aminata Touré kündigt finanzielle Entlastungen für KiTa-Familien an +++ WAS BLEIBT AM ENDE ÜBRIG?

Grundlegend begrüßt die Landeselternvertretung Schleswig Holstein (LEV) jedwede Art der finanziellen Familienentlastung, allerdings ist eine Entlastung für ALLE KITA-FAMILIEN wünschenswert.

In dem…

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„Die Landesregierung muss ihre Prioritäten richtig setzen - KiTa-Gebühren jetzt senken!“

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+++ WEIL "SPRACHE DER SCHLÜSSEL ZUR WELT IST" GILT ES, ALLES DARAN ZU SETZEN, BESTEHENDE STRUKTUREN UND NETZWERKE ZU ERHALTEN ... UND DIES LÄNGER ALS "EIN HALBES JAHR"

Verlängerung des Programms Sprachkitas um 6 Monate

Laut Angaben des Sterns überlegt die Bundesregierung, das Programm "Sprachkitas - Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" um ein halbes Jahr zu…

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Jour Fixe mit Catharina Nies

Der Vorsitz der Landeselternvertretung Schleswig Holstein (LEV), Kerstin Hinsch und Sandra Moschell, haben sich mit der kitapolitischen Sprecherin der B90/Grünen, Catharina Nies, zu einem intensiven…

Mehr erfahren