KEV weist auf den Personalmangel in den Kitas hin

und benennt die Auswirkungen für Eltern und Kinder

Schließungen wegen Personalmangel

Kita fällt aus – was können wir Eltern tun?

Mit diesem Leitfaden möchten wir Euch ein paar Tipps geben, wie Ihr verfahren könnt, wenn die Betreuungszeiten durch den Träger eingeschränkt werden oder gar ausfallen, z. B. aufgrund von Personalmangel.

 

Grundlagen:

Es besteht ein Betreuungsanspruch heraus aus dem mit dem Träger geschlossenen Betreuungsvertrag, ggf. auch weitere Regelungen in der Satzung o. ä. Darüber hinaus besteht ein gesetzlicher Anspruch aus dem §24 Abs. 2 SGB VIII.

Was tun, wenn die Kita geschlossen ist?

....oder die Kitagruppe....

Vorgehen:

Wir empfehlen eine genaue Protokollierung der ausgefallenen Stunden. Einen Musterbogen findet ihr hier cloud.elternlobby.de/s/k6J696cqrwfN49G

Für das weitere Vorgehen empfehlen wir ein sogenanntes „Eskalationsstufenmodell“ mit folgenden Stufen. Dabei sollte jedoch stets der sachliche Dialog im Vordergrund stehen. Ansprechpartner für den Träger ist der Beiratsvorsitz der Elternvertretung. Daher sollte dieser auch den Prozess leiten.

Eskalationsstufe 1 – Anschreiben des Trägers

Um den Anspruch beim Träger geltend zu machen, ist dieser Mangel schriftlich beim Träger anzuzeigen. Hierbei ist der Empfang sicherzustellen, bspw. durch eine Eingangsbestätigung. In diesem Schreiben sind zur Untermauerung des Mangels die protokollierten Ausfallzeiten zu erwähnen. Das oben gezeigte Musteranschreiben gibt es hier: cloud.elternlobby.de/s/k6J696cqrwfN49G

Eskalationsstufe 2 – Beiratssitzung

Auf der mindestens einmal jährlich abzuhaltenden Beiratssitzung sind die Missstände zur Sprache zu bringen. Dem Haushaltsentwurf und dem Stellenplanentwurf (sofern dieser zu geringe Personalressourcen beinhaltet, insbesondere fehlende Vertretungskräfte) ist nicht zuzustimmen.

Eskalationsstufe 3 – Ansprache in der Trägerversammlung

Je nach Trägerart (Kommune, Religionsgemeinschaft, Zweckverbandsversammlung etc.) ist der Missstand anzusprechen. Um größtmögliche Wirksamkeit zu erzielen, ist es sinnvoll die Entscheidungsträger bzw. Abstimmungsberechtigten im Vorfeld zu kontaktieren und zu informieren, damit sie problembewusster werden und auch die Hintergründe verstehen. Ein kurzes Ansprechen in der Versammlung reicht i. d. R. nicht aus, da nicht alle mündlich vorgetragenen Informationen so schnell aufgefasst werden können.

Eskalationsstufe 4 – Einschaltung der Medien und Presse

Keiner wünscht sich eine negative Presse bzw. Öffentlichkeitsdarstellung. Daher ist es sinnvoll, wenn sich die Entscheidungsberechtigten in der Trägerversammlung nicht um eine Abstellung der Missstände bemühen, die Medien einzuschalten. Hier ist es wichtig, alle Informationen der Presse sachlich aufzubereiten und eine schriftliche Dokumentation der Missstände und des bisher Geschehenen zu übergeben. Neben der Presse bietet sich auch eine Kontaktaufnahme zu den Radio- und Fernsehmedien an.

Eskalationsstufe 5 – Ergreifen rechtlicher Schritte

Aufgrund der unter „Grundlagen“ bestehenden Ansprüche ist das Einklagen des Anspruches möglich. Hier empfiehlt sich dann die Zuhilfenahme eines Rechtsbeistandes. Bzgl. der Kosten kann geprüft werden, ob Prozesskostenhilfe in Anspruch genommen werden kann. Hier ist das vorgehen i. d. R. dann:

  1. Außergerichtliches Anschreiben durch den Rechtsbeistand

  2. Einklagen des Rechtsanpruchs

Genereller Hinweis:

Wir als Kreiselternvertretung möchten hier an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir keine Rechtsberatung zu diesem Verfahren durchführen dürfen. Wir werden jedoch nach der Recherche weiterer Grundlagen das hier beschriebene Verfahren ergänzen und aktualisieren.

Videokonferenzen der KEV

monatliches virtuelles Zusammentreffen

Einmal pro Monat wird von der KEV eine Videokonferenz abgehalten.

In 2 Stunden werden aktuelle Punkte besprochen, thematisiert und Vorgehensweisen dazu geplant.

Wir möchten das "Sprachrohr" für alle Eltern und KiTakinder im Kreisgebiet sein.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Landeselternvertretung bei kreisübergreifenden Themen findet statt.

Aktuelle Meldungen

Umfrage zum Thema Kita Gebühren im Kreis Herzogtum Lauenburg

Im Kreis Herzogtum Lauenburg, wurden durch die Elternvertreter, ab Februar 2019, Umfragezettel zum Thema Kitagebühren und Schließzeiten verteilt. Erfragt wurde die Meinung bezüglich eines optimalen, fairen, sowie maximal noch ertragbaren Elternbeitrages. Außerdem die Anzahl der Schließtage, die Eltern für fair erachten.

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