Kreis- und Stadtelternvertretung Lübecks verärgert: Kitas und Schulen im Notbetrieb, aber der Jugendhilfeausschuss tagt in Präsenz

Die Kreis- und Stadtelternvertretung Lübeck (KEV/SEV) ist sehr verärgert über die Entscheidungder Lübecker Verwaltung und Kommunalpolitik, den Jugendhilfeausschuss am 04.03.2021 nichtvirtuell, sondern in Präsenz stattfinden zu lassen und gleichzeitig mit Verweis auf die hoheInzidenz in Lübeck keinen Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen in den Kitas zuermöglichen:

Mascha Benecke-Benbouabdellah, Delegierte der KEV im Jugendhilfeausschuss:"Es ist für uns als KEV/SEV absolut unverständlich, dass mit Verweis auf die Inzidenz in Lübeckund die große Gefahr durch die Corona-Mutation die Kitas nicht im Regelbetrieb unter PandemieBedingungen für alle Kinder öffnen, aber gleichzeitig Erwachsene in großer Runde in einemgeschlossenen Raum über mehrere Stunden eine Sitzung abhalten. Dadurch werden ohne Notneue Infektionen mit dem Virus riskiert, die eine weiterhin hohe oder gar steigende Inzidenz unddamit einen fortdauernden Ausschluss der Lübecker Kinder von der außerschulischen Bildung inden Kitas bedeuten."

Juleka Schulte-Ostermann, Delegierte SEV im Jugendhilfeausschuss:"Die Digitalisierung bietet uns alle Möglichkeiten, den Jugendhilfeausschuss im virtuellen Raumabzuhalten. Sollten Abstimmung im virtuellen Raum nicht möglich sein, so können diese imUmlaufverfahren nach der digitalen Sitzung nachgeholt oder aber so lange vertagt werden, bisder Regelbetrieb in Kita und Schule und dann auch ein Jugendhilfeausschuss in Präsenz wiedermöglich ist. Es gibt auf der Tagesordnung des kommenden Jugendhilfeausschuss nach unseremKenntnisstand nicht ein einziges Thema, das zwingend jetzt beschlossen werden müsste - alles,was es grundsätzlich zu beschließen gibt, könnte und müsste in der derzeitigen LockdownSituation problemlos vertagt werden."

Beide Elternvertretungen sind sich einig:"Wir tragen das Risiko einer möglichen Vielzahl an Infektion durch die Präsenz derTeilnehmer:innen im kommenden Jugendhilfeausschuss nicht mit. Die Gefahr, dass die Kitas unddie Schulen dadurch noch länger nicht im Regelbetrieb laufen, Familie noch länger derVielfachbelastung von Kinderbetreuung, Frühförderung, Begleitung im Distanz-Unterricht undHome-Office ausgesetzt sind, ist uns einfach zu groß. Es ist für uns völlig unverständlich, dassKinder weiterhin keine außerschulische, keine schulische Bildung, keine sozialen Kontakte habendürfen, während sich Erwachsene persönlich treffen, weil sie das Zeitalter der Digitalisierungverschlafen haben. Zudem fragen wir uns: Wenn wir teilnehmen - bringen wir dann unsere Kindermit? Denn wie alle Eltern stehen auch wir vor dem Problem, dass es in der derzeitigen Situationjeden unnötigen Kontakt zu vermeiden gilt und die Lockdown-Bedingungen zusätzlich externeKinderbetreuungsmöglichkeiten z.B. über Großeltern ausschließen."

Eure Kreiseltern- vertretung für:
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