Karte
Hier finden Sie unsere
Kreiselternvertretungen
Karte Karte

Wir haben ein Ohr für Sie

Wie können wir helfen, um Ihrem Kind den Kita-Alltag zu verbessern?

Jetzt aussprechen

Uns reicht's! 

Standards verbessern! Hier unsere Forderungen.

Forderungen Aktionsbündnis

0 46 71 - 408 70 00

Notfalltelefon für die KiTa-Verpflegung im Kreis Nordfriesland.

Weitere Infos.


Ihr wollt mehr lesen über die Arbeit der Landeselternvertretung?

Interessante Informationen zur Elternarbeit und darüber hinaus findet Ihr hier.


Es geht los! Kommt vorbei und macht mit!

Es ist wieder so weit, die Wahlen der Kreiselternvertretungen stehen an!

Es dürfen zwar nur die Elternvertreter wählen, aber:

JEDER, der Kinder in Kita, Krippe & Hort hat, darf sich wählen lassen und so weit es jedem individuell möglich ist mitmachen!

Also liebe Mit-Eltern, habt keine Scheu, kommt in euren Kreisen gerne vorbei, natürlich auch, wenn Ihr nur die Gelegenheit nutzen wollt, um ein paar Fragen los zu werden, denn dafür sind wir ja da!

Bis dann!

Eure Landes- und Kreiselternvertreter

---------

Termine:

  • KEV FL: 13.10.2016, 20:00 Uhr, Städtische Kita, Stuhrsallee 16-18, 24937 Flensburg
  • KEV HEI: 06.10.2016, 19.30 Uhr, Gaststätte „Zur Linde“, Südermarkt 1, 25704 Meldorf
  • KEV HL: 12.10.2016, 20.00 Uhr, Kita Nimmerland, Schönböckener Straße 42, 23556 Lübeck
  • KEV IZ: 11.10.2016, 19.30 Uhr, Café Schwarz, Breitenburger Straße 14, 25524 Itzehoe
  • KEV KI: 13.10.2016, 19.30 Uhr, (Ort stand bei Redaktionsschluss nicht fest)
  • KEV NF: Keine Angaben bis Redaktionsschluss
  • KEV NMS: 13.10.2016, 19.30 Uhr, Kita Schwedenhaus, Meßtorffweg 4, 24534 Neumünster
  • KEV OH: 11.10.2016, 19:30 Uhr, Landhaus „Kremper Krug“, Milchstr. 19, 23730 Altenkrempe
  • KEV OD: 13.10.2016, 19:30 Uhr, Kreissitzungssaal, Mommsenstraße 13, 23843 Bad Oldesloe
  • KEV PI: 06.10.2016, 19.30 Uhr, Vereinsheim VFL Pinneberg, Fahltskamp 53, 25421 Pinneberg
  • KEV PLÖ: 11.10.2016, 20.00 Uhr, Kreisverwaltung Plön, Hamburger Straße 17, 24306 Plön
  • KEV RD: 13.10.2016, 19.30 Uhr, Kreishaus Rendsburg, Kaiserstraße 8, 24768 Rendsburg
  • KEV RZ: 13.10.2016, 19:00 Uhr, Familienbildungsstätte, Verbrüderungsring 41, 21493 Schwarzenbek
  • KEV SE: 13.10.2016, 20:00 Uhr, Wirtschaftsakademie S-H, Marienstr. 37, 23795 Bad Segeberg
  • KEV SL: 11.10.2016, 20:00 Uhr, Landgasthof Tarp, Bahnhofstraße 1, 24963 Tarp

--- UPDATE ---

Der Landtag Schleswig-Holstein hat uns zur Anhörung bzgl. unserer Stellungnahme am 08.09.2016, 12:00 Uhr eingeladen! Wir werden berichten...


NEWS: Stellungnahme der Landeselternvertretung der Kindertageseinrichtungen (Kitas) in Schleswig-Holstein zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Familien mit Kindern (Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des KiTaG)

Die LEV der KiTas in SH bedankt sich für die Beteiligung am Anhörungsverfahren und nimmt zum gegenständlichen Gesetzesentwurf – Novellierung des KiTaG – vom 24.05.2016 wie folgt Stellung:

1 Landesweite Kita-Datenbank

Die Einführung einer landesweiten Kita-Datenbank zur Erfassung der aktuell verfügbaren Kita-Plätze und unverbindlichen Voranmeldung von Kita-Plätzen durch die Eltern wird grundsätzlich begrüßt.

1.1 Nichteinbindung der Eltern

Aus hiesiger Sicht war es besonders bedauerlich, dass keine Einbindung der Eltern zur Beratung des bereits im Jahre 2013 ins Leben gerufenen Projektes bzw. der eingerichteten Projektsteuerungsgruppe „Landesweite Kita-Datenbank“ erfolgte.

Erfahrungsgemäß ist es durchaus sinnvoll und zweckmäßig die Bedarfe der Kinder und die Interessen der Eltern frühzeitig in ein solches Projekt einfließen zu lassen, um eine möglichst optimale und zielorientierte Projekt-planung zu erreichen und Fehlentwicklungen zu vermeiden.

1.2 Qualifizierte Bedarfsplanung anhand der landesweiten Kita-Datenbank

Wir begrüßen ausdrücklich, dass über die Kita-Datenbank explizit die Bedarfe der Eltern zu den Betreuungszeiten erfragt und erhoben werden.

An dieser Stelle gelingt es erstmalig die realen Bedarfe der Eltern für die Betreuungszeiten ihrer Kinder unverfälscht abzubilden. 

Hierauf kann künftig aus hiesiger Sicht eine qualifizierte Bedarfsplanung durch den örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe nebst dem kreisangehörigen Raum und ggf. durch das Land erfolgen.

1.3 Implementierung eines „Merkers“ in der landesweiten Kita-Datenbank

Wir regen an, auf der „Suche“-Seite der landesweiten Kita-Datenbank einen Hinweis bzw. einer „Merker“ zu implementieren, der deutlich darauf hinweist, dass die Datenbank keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt bzw. in der Datenbank nicht ausnahmslos alle Kitas in Schleswig-Holstein erfasst sind.

Der Datenbank-Nutzer, der sich gar nicht oder nur oberflächlich über die landesweite Kita-Datenbank informiert hat, wird schnell allein aufgrund des Namens „Kita Portal Schleswig-Holstein“ zu dem Eindruck gelangen, dass ausnahmslos alle Kitas in Schleswig-Holstein im Kita-Portal erfasst sind und es im Zweifelsfall unterlassen, weitere Schritte zur Suche der passenden Kita in seiner Nähe in anderweitigen Medien durchzuführen. 

Selbst in der Kita-Datenbank unter der Rubrik „Hilfe“ wird nicht auf diesen Umstand hingewiesen. Daher wird in diesem Zusammenhang das Stichwort „ehrliche Datenbank“ angeführt.

1.4 Schaffung von Schnittstellen bei Kita-Trägern zur Kita-Datenbank

Auf den sog. Regionalkonferenzen zur Einführung der Kita-Datenbank als auch bei einer eigens für die LEV erfolgten Präsentation zur Kita-Datenbank im Sozialministerium wurde gesondert auf erforderliche Schnittstellen zur Kita-Datenbank eingegangen und darauf hingewiesen, dass die einmaligen Kosten zur Schaffung einer Schnittstelle und die laufenden Kosten für den Betrieb nicht vom Land Schleswig-Holstein aus den Mitteln der IT-Harmonisierung finanziert werden können.

Sofern nicht über Kita-Software-Anbieter eine kostenneutrale Lösung zur Implementierung von Schnittstellen zur landesweiten Kita-Datenbank für die Kita-Träger gefunden werden sollte, ist zwingend davon auszugehen, dass diese Kosten von den Trägern im Rahmen der Betriebskosten auf die Eltern umgelegt und damit die Elternbeiträge angehoben werden.

Die LEV warnt ausdrücklich vor diesem denkbaren Prozess der schleichenden Erhöhung der Elternbeiträge zur Finanzierung von Schnittstellen zur landesweiten Kita-Datenbank.

1.5 Erfassung von Tagespflegepersonen in der Kita-Datenbank

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bislang keine Tagespflegepersonen in der Kita-Datenbank erfasst sind.

Dies führt insbesondere zur Verdrängung von Tagespflegepersonen und das bestehende Kita-Angebot wird dadurch in den Vordergrund gestellt.

Um eine gewisse Chancengleichheit zwischen Kitas und Tagespflegepersonen zu schaffen, aber insbesondere auch Eltern zu ermöglichen zwischen den bestehenden Angeboten an Betreuungsplätzen von Kitas und Tages-pflegepersonen auswählen zu können, sollte Tagespflegepersonen ermöglicht werden, sich gleichermaßen zeitnah in der landesweiten Kita-Datenbank erfassen zu lassen.

Gerade bei den Tagespflegepersonen sollte die Finanzierung aus den Mitteln der IT-Harmonisierung des Landes Schleswig-Holstein sichergestellt sein, da diese regelmäßig nicht ansatzweise über den finanziellen Rahmen wie Kita-Träger verfügen.

2 Kita-Geld

Die Einführung eines Kita-Geldes zum 01.01.2017 wird grundsätzlich begrüßt.

2.1 Umbenennung des Begriffs „Kita-Geld“ in „U3-Geld“

Aus hiesiger Sicht sollte eine Umbenennung des Begriffs „Kita-Geld“ erfolgen, da dieser dem beabsichtigen Zweck nicht vollumfänglich gerecht wird (Entlastung bei den Beiträgen für den Besuch einer Krippe bzw. die Betreuung durch eine Tagespflegeperson).

Es wird daher der Begriff „U3-Geld“ vorgeschlagen. Diesem Begriff kommt hiesigen Erachtens orientierende Funktion zu, da er sowohl das Alterskriterium als auch den Besuch einer Krippe bzw. die Betreuung durch eine Tagespflegeperson beinhaltet.

Soweit dieser Begriff nicht auf Zustimmung stoßen sollte, wird alternativ der Begriff „Krippen-Geld“ vorgeschlagen.

Beide Begriffe lassen gerade für den Laien schnell und unproblematisch erkennen, dass hier lediglich eine Förderung der unter 3-jährigen Kinder vorgesehen ist.

2.2 Kein System der Antragsstellung

Aus hiesiger Sicht wird empfohlen, sich vom Gedanken der Antragsstellung durch die Personensorgeberechtigten zu lösen. Dies würde gleichzeitig ein Teil der Entbürokratisierung für selbige bedeuten.

Vielmehr sollte dem direkten Datenaustausch zwischen dem Träger der Kita/ der Tagespflegeperson und dem Landesamt für soziale Dienste (LAsD), alternativ dem örtlichen Träger der Jugendhilfe, der Vorzug gegeben werden.

Dies beinhaltet insbesondere den Vorteil, dass eine etwaige missbräuchliche Antragsstellung durch unberechtigte Personensorgenberechtigte ausgeschlossen ist. Auch kann dadurch der Verwaltungsaufwand für ein umfangreiches Antragsverfahren minimiert werden. 

Vielmehr böte diese Verfahrensweise den Vorteil ein sog. „Kurzantrags-verfahren“ über den Träger zur Anwendung zu bringen. 

Dem Träger der Kita/ der Tagespflegeperson liegen detailgenaue Angaben zum jeweiligen Kind vor. Der Träger der Kita/ die Tagespflegeperson könnte daher unproblematisch Auskünfte zum Alter des Kindes, zur Entstehung bzw. zum Bestehen eines Krippen-/ Betreuungs-Platzes, zur Inanspruchnahme einer Sozialstaffel und zum alleinigen bzw. Hauptwohnsitz des Kindes und der Eltern machen. Das U3-Geld würde direkt vom LAsD, alternativ den örtlichen Trägern der Jugendhilfe, an den Träger der Kita/ die Tagespflegeperson ausbezahlt.

Wir erlauben uns ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass ein etwaiges Antragsverfahren für bestimmte Personenkreise wie z.B.

a) Analphabeten

b) Legastheniker/ Menschen mit Lese- und Rechtschreib-Schwäche

c) Ausländer/ Migranten

d) Alleinerziehende

eine erkennbare Benachteiligung mit sich bringen würde. 

Diese würden aus den unterschiedlichsten Gründen wie beispielsweise Schamgefühl, Sprachbarriere, (schlichte) Überforderung oder Scheu vor Behördengängen/ Formularen von einer Antragsstellung absehen bzw. benötigen zumindest bei einer Antragsstellung besonderer Beratung und Hilfestellung.

Bei Ausländern/ Migranten käme erschwerend die Sprachunkenntnis und das Erfordernis der Übersetzung/ des Sprachtransfers in die verschiedensten Sprachen hinzu.

Dies wiederum würde zu einer deutlichen Mehrbelastung von Kita-Leitungen, aber auch von Beratungsstellen wie z.B. Familienbildungsstätten, Familienzentren, örtlichen Trägern der Jugendhilfe, LAsD, Gemeinden und Städte aufgrund intensiver Beratung und Hilfestellung des o.g. Personenkreises beim Antragsverfahren zur Folge haben.

2.3 Pauschale von 100 € stellt keine bedarfsgerechte Finanzierung dar

Aus hiesiger Sicht möge das Land dringend darauf hinwirken, dass trotz der unterschiedlichen Finanzierungssysteme und der kommunalen Selbstverwaltung die Kreise, kreisfreien Städte und Kommunen ihren Anteil bei der Entlastung der Personensorgeberechtigten von den Kita-Beiträgen tragen.

Bereits jetzt zeichnet sich landesweit ab, dass durch Umverteilung (z.B. Kreisumlagenerhöhung) bzw. direkter Anhebung der Elternbeiträge die 100 € U3-Geld neutralisiert werden.

Exemplarisch werden an dieser Stelle folgende Kreise genannt:

Dithmarschen: Reduzierung der Geschwistermäßigung von 50 auf 40% zum 01.08.2016  

Herzogtum Lauenburg: Anhebung des max. zulässigen Prozentsatzes der Elternbeiträge von 38 auf 40% ab dem 01.01.2017

Unabhängig von den Kreisen ist im kreisangehörigen Raum und in den kreisfreien Städten ebenso landesweit die Anhebung der Elternbeiträge festzustellen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass insbesondere Eltern mit Ü3-Kindern ausschließlich mit einer finanziellen Mehrbelastung durch Anhebung der Elternbeiträge belegt sein werden, da diese nicht Adressaten des U3-Geldes sind. 

Dieser Personenkreis bildet jedoch den Teil der Eltern mit der größten Anzahl von Kindern in Kitas ab.4

2.4 Weitergewährung des U3-Geldes bei Verbleib des Kindes in der Krippe nach dem dritten Lebensjahr

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass der differenzierte Wechsel von Kindern von der Krippe in den Elementarbereich nicht berücksichtigt wurde. 

Eine nicht unerhebliche Anzahl an Kindern verbleibt auch nach Vollendung des dritten Lebensjahres aufgrund eines fehlenden Kindergartenplatzes in der Krippe, da sie im laufenden Kita-Jahr drei Jahre alt werden. 

Eine Zuweisung eines Kindergartenplatzes erfolgt regelmäßig erst zum Beginn des folgenden Kita-Jahres. 

Dies hätte zur Folge, dass Eltern keinen Anspruch mehr auf das U3-Geld hätten, obwohl sie nach wie vor den deutlich kostenintensiveren Krippenbeitrag bis zum regulären Übergang des Kindes in den Kindergarten zu zahlen hätten.

Es sollte bei dieser Fallkonstellation unbedingt darauf hingewirkt werden, dass den betroffenen Eltern weiterhin das U3-Geld gezahlt wird, bis das Kind den Wechsel in die Regelgruppe vollzogen hat.

2.5 Fehlender Zeitstrahl zum langfristigen Ziel der Beitragsfreistellung

Aus hiesiger Sicht fehlt es dem vorliegenden Gesetzesentwurf an einem konkreten Zeitstrahl zum langfristigen Ziel der Beitragsfreistellung der Personensorgeberechtigten von den Kita-Beiträgen.

Eine vorzugsweise gesetzliche Konkretisierung wäre überaus wünschenswert und würde von hier sehr begrüßt werden.

2.6 U3-Geld stellt keine Realisierung der Chancengleichheit dar

Hiesigen Erachtens stellt die Zahlung des U3-Geldes keinen Beitrag zur Realisierung der Chancengleichheit für alle Kinder dar.

Chancengleichheit bedeutet vorliegend die sozialpolitische Maxime, die für alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft das Recht auf gleiche Lebens- und Sozialchancen in der Kita/ bei der Tagespflegeperson fordert. 

Das U3-Geld kann den Kindern, die aus Familien stammen, in denen Arbeitslosigkeit und ein bildungsfernes Niveau vorherrscht, die in Armut aufwachsen oder wo die Eltern nicht über entsprechende Bildungsabschlüsse verfügen, keine Perspektive vermitteln. 

Dies kann bei verständiger Betrachtung durch das U3-Geld bedauerlicher- weise auch nicht als anteiliger Beitrag realisiert werden.

Bei Rückfragen steht der Unterzeichner gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichem Gruß

Landeselternvertretung der Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein


Kieler Nachrichten: "Eltern bleibt nicht viel vom Krippengeld"

Am Samstag, den 09.07.2016 war in den Kieler Nachrichten ein Leitartikel zu den aktuellen Gebührenerhöhungen der Kitas zu lesen.

Am Beispiel mehrerer Gemeinden wurde aufgezeigt, dass die Gebühren derzeit überall erhöht werden und damit die 100€ Elterngeld des Landes im Grunde den Eltern wieder "abgenommen" werden.

Auch wir wurden zitiert, was wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten:

[..]Bereits Anfang Mai hatte der LEV die Sozialministerin davor gewarnt, dass als Folge der Krippengeldzahlungen an Eltern die Gebühren auf breiter Front steigen könnten. „Aber es hat nichts genutzt“, betont LEV-Vorsitzender Volker Peters, der statt des „völlig kontraproduktiven“ Krippengeldes eine komplette Kita-Beitragsfreiheit für die beste Lösung hält. „Uns sind bei Entscheidungsprozessen aber die Hände gebunden, wir haben kein Stimmrecht.“[..]

Den ganzen Artikel könnt Ihr bei den KN unter "Eltern bleibt nicht viel vom Krippengeld" nachlesen.

Viele Grüße

Eure LEV

 

 


Besuch im Ministerium zur Kita-Datenbank

Liebe Mit-Eltern,

am Donnerstag, den 16.6.2016 haben wir, Landes- und Kreiselternvertreter, uns erneut auf Einladung des Ministeriums in Kiel getroffen. Anlass war unsere Stellungnahme zur Kita-Datenbank.

Zusammenfassung
Grundsätzlich ist unser Eindruck ein sehr positiver, die Lösung hat Hand und Fuß und ist sehr gut umgesetzt. Die Pilotphase ist seit zwei Wochen beendet, es kann also nun jeder die Plattform nutzen: https://www.kitaportal-sh.de/

Vier Schwachpunkte gibt es dennoch:

  • Die Nutzung durch Träger/Einrichtungen ist nicht per Gesetz verpflichtend und erfolgt damit auf freiwilliger Basis
  • Die Kita-Datenbank beinhaltet daher landesweit nicht alle Kindertageseinrichtungen, sondern nur die aufgrund einer Trägervereinbarung registrierten Kitas
  • Tagesmütter und –väter sind derzeit nicht der Kita-Datenbank erfasst; eine Aufnahme soll in 3 – 6 Monaten möglich sein
  • Die jährlichen Betriebskosten der Kita-Datenbank belaufen sich auf etwa 330.000 €

Details

Im Folgenden möchten wir euch alle Antworten liefern, die wir bekommen haben. Historisch ist die Kita- Datenbank auf Basis einer Initiative des Städteverbandes entstanden, federführend durch Frau Marx. Mehr dazu unter http://www.staedteverband-sh.de/de/landesweite-kita-datenbank-sh

Was bedeutet die Kita-Datenbank für Eltern?

  • Online verfügbar, 24h, 365 Tage im Jahr
  • Für ganz Schleswig-Holstein (aber nur die Einrichtungen, die mitmachen!)
  • Information zur Einrichtung(auch Fotos), Konzepte, Gruppen, Öffnungs- und Schließzeiten, Integration, Barrierefreiheit
  • Darstellung der verfügbaren Plätze pro Einrichtung inklusive Status
  • Alles streng nach geltenden Datenschutzbestimmungen (z .B. sieht keine Einrichtung, wo jemand sich noch angemeldet hat)
  • Das Verfahren wird von Anfang an datenschutzrechtlich vom unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) begleitet
  • Voranmeldung: Eltern können Kinder voranmelden(nicht anmelden), unabhängig vom System-Status in der Kita-Datenbank
  • Voranmeldung: Dies gilt für genau 28 Tage
  • Voranmeldung: In dieser Zeit müssen die Eltern in einer der vorangemeldeten Einrichtungen vorstellig werden, um ein Aufnahme-Gespräch (sog. „Matching-Gespräch“) durchzuführen, also mit der Kita zusammen feststellen, ob das Kind in die Einrichtung bzw. die Einrichtung zum Kind passt
  • Voranmeldung: Bei mehreren Voranmeldungen geben die Eltern eine Priorität vor
  • Voranmeldung: Sollte durch die Eltern kein Aufnahme-Gespräch bei einer der vorangemeldeten Einrichtungen erfolgen, wird die Voranmeldung automatisch gelöscht
  • Der finale Vertragsabschluss mit den Eltern löscht automatisch weitere Voranmeldungen

Was bedeutet die Kita -Datenbank für Träger und Einrichtungen?

  • Einfache Möglichkeit, sich zu präsentieren
  • Vereinfachtes Vergabeverfahren, da nun die Belegungsdaten übergreifend zur Verfügung stehen
  • Die Erfassung in der Kita-Datenbank und der laufende Betrieb sind für die Träger und Einrichtungen kostenfrei
  • Die Kita-Datenbank gewährleistet für die Träger und Einrichtungen automatisiert die öffentliche Kinder- und Jugendhilfestatistik
  • Die Kita-Datenbank ist bereits datenschutzrechtlich durch das ULD abgenommen
  • Tagespflege soll noch dieses Jahr inkludiert werden

Was bedeutet die Kita-Datenbank für Kommune, Kreis und Land?

  • Gemeinde, Städte, Kreise und Land können schnell und einfach auf Informationen rund um die Belegung der Kitas zugreifen
  • Die Bedarfsplanung wird deutlich verschlankt und vereinfacht, erstmals können die tatsächlichen Bedarfe der Eltern zu den gewünschten Betreuungszeiten über die Kita-Datenbank erhoben werden
  • Das Land investiert für die Lösung 470.000 € einmalig und 330. 000 €/p.a.

Sonstige Informationen:

  • Viele Schnittstellen für Träger und andere Teilnehmer sind möglich (Web, Software-Schnittstellen, Datei Im- und Export)
  • Mehrere Träger haben bereits angefangen Schnittstellen zu implementieren
  • Bis nächstes Jahr sind 60 Schulungen beim IT-Dienstleister des Landes, Dataport, bereits geplant, welche für Träger und Einrichtungen kostenfrei sind
  • Bedingung zur Teilnahme an der Kita-Datenbank ist eine Trägervereinbarung, die z.B. die Anonymisierung der Elterndaten beinhaltet
  • Mehrsprachige Anleitungen zur Kita-Datenbank existieren bereits, weitere Übersetzungen in andere Sprachen befinden sind in Vorbereitung

In diesem Sinne, bleibt uns gewogen,
       Eure Landes- und Kreiselternvertreter 


Tolle Neuigkeiten zum Kita-Geld(oder besser: U3-Geld)

Aufgrund unserer Stellungnahme und unseres Gespräches im Ministerium hat eine weitere Anmerkung Einzug in den Gesetzentwurf gefunden!

So ist nun die Regelung für Eltern, wie das "Kita-Geld"(eigentlich U3-Geld, denn es betrifft nur die Krippenkinder) zu beantragen ist, wesentlich "bedienungsfreundlicher" geworden.

Vereinfacht gesagt hieß es vorher:
'Wer nicht binnen drei Monaten nach Krippenplatz-Zuweisung beantragt, bekommt nichts'.

Nun heißt es:
'Der Anspruch gilt rückwirkend für maximal drei Monate vor dem Monat der Beantragung'... somit also bis zu vier Monate rückwirkend!

Es freut uns sehr, dass wir hier so positiv beitragen konnten!

Noch eine schöne Woche
Eure LEV


Die Landes- und Kreiselternvertretung zu Gast im Ministerium

Von links: LEV Vorstand Volker Peters, Referatsleiterin Kindertageseinrichtungen Constanze Kruse, Ministerin Kristin Alheit, Vorsitzende KEV Pinneberg Nadine Mai, LEV und KEV Stormarn Florian Rustedt. H.d.Kamera: Leitung Stabsbereich Thorsten Willke
LEV zu Gast im Ministerium

Auf Einladung des Ministeriums trafen sich am Montag den 2. Mai 2016 Landes- und Kreiselternvertreter mit der Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

 Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde direkt und offen über die derzeit bekannten Maßnahmen, gesprochen:

  • Der 100€ U3-Zuschuss für Eltern,
  • die Kita-Datenbank und
  • die Einführung einer finanziellen Unterstützung für eine weitere halbe Kraft für Ganztagsbetreuungsgruppen

Da bereits in einigen Kreisen zum Nachteil der Familien mit mehr als einem Kind der Geschwisterbonus gekürzt wurde, ist eine große Sorge der LEV/KEV, dass die 100€ bei den Eltern mittelfristig gar nicht ankommen werden, denn es ist zu befürchten, dass die Kreise und Kommunen dies als Möglichkeit wahrnehmen, die Gebühren erneut anzuheben. Damit würde den Eltern bei dieser Maßnahme unter dem Strich keine Erleichterung mehr bleiben.


Auf diese Problematik angesprochen, zeigte sich, dass man sich dieses Problems durchaus bewusst sei, es aber aufgrund der kommunalen Selbstverwaltung kaum möglich ist, dies aus Landessicht zu verbessern, da sonst sofort von den Kreisen die Konnexität geltend gemacht würde (dies bedeutet vereinfacht gesagt, dass, wenn das Land etwas verpflichtend macht, das Land auch von den Kreisen und Kommunen dafür finanziell verantwortlich gemacht werden kann und wird).

Es ist auch Wunsch und Ziel der Kreis- und Landeseleternvertretungen, dass eine einheitliche Lösung in Schleswig-Holstein gefunden wird, die sowohl die Sozialstaffeln, als auch Geschwisterbonusregelungen umfasst. Die Ministerin teilt diesen Wunsch und wird sich für ein neues Finanzierungssystem einsetzen.

Außerdem betonte Frau Ministerin Alheit, dass Bildung in Deutschland jedem frei zugänglich sein muss und daher mittelfristig eine betragsfreie Kindertagesbetreuung unabdingbar ist.

Auch erforderlich wäre aber die Unterstützung der Eltern und Elternvertreter, indem bei fraglichen Situationen das Gespräch mit Einrichtungsleitungen, Trägern und den Kommunen und Kreisen gesucht würde, um auf kommunaler und auf Kreisebene deutlich zu machen, dass die Eltern die Situation für ihre Kinder so nicht hinnehmen.

Dies ist besonders in Bezug auf die neu eingeführte Kita-Datenbank wichtig. Hiermit ist nun ein Werkzeug angeboten, welches es den Kommunen, Trägern und Kreisen ermöglicht, gezielt die Bedarfe und Zuweisung von Krippen- und Kindergartenplätzen zu planen. Insbesondere ermöglicht es nun den Eltern, sich unter www.kitaportal-sh.de über die teilnehmenden Einrichtungen zu informieren und ihren Kindern online in der gewünschten Einrichtung einen Platz zu reservieren.

Ein besonders wichtiger Punkt war außerdem die angekündigte Einführung einer zusätzlichen halben Kraft. Aus unserer Sicht war unklar, wie dies aussehen solle, daher waren wir sehr neugierig auf die diesbezüglichen Ausführungen, zumal mit 51 Mio € auf drei Jahre ein großes Budget dafür geplant ist.

Der Erlass hierzu sieht vor, dass nach der Bekanntmachung voraussichtlich am 30. Mai eine Einrichtung eine zusätzliche halbe Kraft pro Gruppe über 7h/Tag ab dem 1.8.2016 abrechnen kann.

Zum Ende des Gespräches sprach die LEV/KEV noch an, dass es diverse Umstände gibt, die es gerade auch den Elternvertretern deutlich erschweren, ihre ehrenamtliche Tätigkeiten nachzugehen.

Um diese Situation zu verbessern, überreichte die LEV Frau Ministerin Alheit ein „Konzeptpapier zur Stärkung der Elternvertretungen in SH“.

Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte und hoffen auch in Zukunft auf einen offenen, kooperativen Dialog.

Eure LEV/KEV

Aktuell

13.09.2016 LEV Vorstandsitzung, 19.30 Uhr KiTa Schwedenhaus Neumünster

08.09.2016 Mündliche Anhörung vor dem Sozialausschuss des Landtags S.-H.

05.07.2016 LEV Vorstandsitzung, 19.30 Uhr KiTa Schwedenhaus Neumünster

24.05.2016 LEV Vorstandsitzung, 19.30 Uhr KiTa Schwedenhaus Neumünster

02.05.2016 LEV und KEV zu Gast im Ministerium

12.04.2016 Kreiselternvertreter Wahl des Kreises Plön um 19.00 Uhr Kreishaus Plön

21.04.2016 Termine:

  • Kita Aktionsbündnis 14.00 Uhr Im Paritätischen Wohlfahrtsverband, Kiel
  • Podiums Diskussion 'Bund und Land in Kinderhand' im Informationszentrum Plön, 19 Uhr

26.04.2016 Treffen Dr. Erdmann, FDP, 17.00 Uhr, Landeshaus Kiel

26.04.2016 LEV Vorstandsitzung, 19.30 Uhr KiTa Schwedenhaus Neumünster